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Freundeskreis Sindeldorf - Marigny St. Marcel

Ansprache von Therese Pfister bei der Namensgebung für die "Allee Willy Humm"

Ansprache von Therese Pfister (geb. Thomé) bei der Namensgebung für die
„Allee Willy Humm“ in Marigny am 02.08.2009 anlässlich des 50-jährigen
Jubiläums der Freundschaft zwischen Sindeldorf und Marigny-St.Marcel
Originaltext:
Vous, les enfants de Willy serez surpris de voir que nous avons appelé ce chemin l’allée Willy
Humm.
C’est cette allée que Willy empruntait chaque soir pour regagner sa pauvre chambre située
dans cette vieille maison aujourd’hui détruite.
Nous savons bien ce que Willy devait penser en marchant ici. Il pensait à ses parents, à sa
chère Clara, à ses amis de Sindeldorf. Il comprenait leur souffrance, mais aussi il voyait que la
guerre faisait ici aussi du mal, de la misère….
Il ne fallait pas continuer, l’amitié devait unir ces familles, ces villages. C’est donc bien ici
que l’idée du jumelage est née dans le coeur de Willy. Dès qu’il est rentré, il a préparé les esprits
à ce changement, et est le premier revenu à Marigny avec Clara, puis avec ses enfants.
Mr et Mme Tissot l’ont très vite aidé.
Tout doucement mais avec beaucoup d’affection Willy a su apporter la paix dans nos familles
et nos villages.
Sans peut-être le savoir Willy a été un des premiers européens.
Quand nos petits enfants ou des gens de passage demanderont qui est Willy, nous dirons : un
homme au grand coeur, un artisan de paix.
*** *** ***
Deutsche Übersetzung :
Ihr Kinder von Willy werdet überrascht sein, dass wir diesem Weg den Namen „Allee Willy
Humm“ gegeben haben. Es ist dieser Weg, den Willy jeden Abend gegangen ist, wenn er in
sein karges Zimmer in dieses heute nicht mehr bestehende alte Haus zurückging.
Wir können uns gut vorstellen, was Willy wohl denken musste, wenn er diesen Weg ging. Er
dachte an seine Eltern, seine liebe Klara und an seine Freunde in Sindeldorf. Er kannte ihren
Schmerz, aber er sah auch, dass der Krieg auch hier bei uns Leid und Elend verursachte.
Es durfte so nicht weitergehen: Freundschaft sollte diese Familien und diese Dörfer einigen.
Es war also wohl hier, wo die Idee einer Partnerschaft in Willy´s Herzen entstand. Schon bald
nach seiner Rückkehr nach Sindeldorf hat er auf diese Veränderung hingearbeitet. Er ist dann
zunächst mit seiner Frau Klara und später mit seinen Kindern nach Marigny zurückgekommen.
Herr und Frau Tissot haben ihn dann bald unterstützt.
Sehr behutsam, aber mit viel Hingabe wusste er den Frieden in unsere Familien und unsere
Dörfer zu bringen. Ohne es vielleicht zu wissen, war Willy einer der ersten Europäer.
Wenn unsere Enkel oder Leute, die hier vorbeikommen, fragen werden, wer dieser Willy ist
(nach dem dieser Weg benannt ist), werden wir ihnen sagen: ein Mann mit einem großen Herzen,
ein Friedensstifter.
*** *** ***
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